Dr. med. Wantzen | Zentren für Reise- und Betriebsmedizin - Staatlich ermächtigte Gelbfieberimpfstelle No 36 - Verkehrsmedizinische Untersuchungsstelle
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Tipps und Tricks für Reiseplanung und Reisevorbereitungen.


REISEVORBEREITUNG

Madagskar Online - Nützliche Links zu Madagaskar, Visum, geld, Sicherheit, Kommunikation
www.madagaskar-online.de


VISUM

Sie benötigen ein Visum, das Sie mit einer Bescheinigung des Reisebüros + Gebühren.
Botschaft Madagaskar: www.vaovao.net/Info/Botschaftdaten.htm

Bitte auf Seite 2 des Visumantrages unter motiv de voyage: tourisme hinschreiben und bei "wer trägt die Kosten der Reise": zu eigenen Lasten "a mes propres frais".

Den Reisepass (mindestens noch 6 Monate gültig) mit Visumeintrag fotokopieren und separat aufbewahren ebenso wie die Kopien der Tickets/Reiseschecks.


GESUNDHEIT

Zuerst mal in www.fitfortravel.de nachschauen. Madagaskar ist ein tropisches Entwicklungsland mit entsprechend limitierten Möglichkeiten der Gesundheits-versorgung, wie Sie ja vielleicht bald selbst sehen können. Es empfiehlt sich daher unbedingt der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung und einer Rückholversicherung im Krankheitsfall (z.B. ADAC, Deutsche Rettungs-fluggesellschaft, etc.) Nur bei direkter Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet wird eine Impfung verlangt, Madagaskar selbst ist gelbfieberfrei. Ansonsten sollte die Tetanus/Diphtherie/Polioimpfung noch aktuell sein (10 Jahre). Weiterhin Hepatitis A u. B, bei Trecking- oder Motorradanschlussreise in Madagaskar auch eine Tollwutimpfung. Malariaprophylaxe mit Lariam oder Malarone, s.a. www.dtg.mwn.de

Gut ausgestattete Reiseapotheke mitnehmen: Antibiotika: (Zithromax, Cipro); Augen/HNO: Künstliche Tränen (Flieger), Floxalkombi (Tropfen+Salbe), Panotile OT; Magen-Darm: Perenterol, Uzara, Imodium, Paspertin Buscopan, eventuell Simplotan (Giardiasis), E.lyte; Wunden-Haut: PVJ Salbe, Mercurochromlösung, evtl. H2O2 3%-Lösung, Sonnencreme, Aftersun, evtl. Cortisonlotion (Sonnenbrand), Wasserspray fürs Gesicht im Flieger, Sonnenhut, Verbandsmaterial. Mosquitorepellentien: Autan, nobite (Kleidung+Hautspray); Toilettenartikel mitnehmen - sind dort sehr teuer.


KLEIDUNG

Im Flieger ist es manchmal recht kalt, daher dünnen Fleecepullover mitnehmen. In Tana (Hauptstadt) gemäßigtes Klima 13 bis 20°C, in Mahajanga feucht-heiß bis 30°C, daher werden hier dünne Baumwollkleider benötigt oder spezielle Tropenkleidung (z.B. Fjällraven G 1000 Gewebe) Bitte auch weißes Hemd /dünnes Jackett (Herren), dünnes Baumwollkleid (Damen) für eventuelle Empfänge (Gouverneur/ Botschaft), etc. vorsehen. Leichte Treckingschuhe + Sandalen.


AUSRÜSTUNG/MEDIZINISCHE INSTRUMENTE

Kleine Taschenlampe immer mitführen, es wird schlagartig rabenschwarz nach dem Sonnenuntergang! (16.30 bis 17 Uhr), Sonnenbrille, Sonnenhut (Kappe), Taschenmesser (nicht ins Handgepäck!!), kleines Fernglas, Fotoapparat + Filme (bitte niemals öffentliche Einrichtungen und Flughäfen aufnehmen!), Stethoskop, eventuell Otoskop, kleiner Reflexhammer, etc. Kittel muss nicht sein. Schnorchel, Flossen, jedoch ist das Wasser am Strand von Mahajanga durch den Sandeintrag des Betsibokaflusses trüb.


ESSEN/TRINKEN

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, von einfacher madagassischer Kost bis zum französischen Lokal. Sogar ein Pizza "Homedeliveryservice" existiert. Natürlich ist das alles dem lokalen Niveau angepasst, erwarten Sie also bitte kein 5-Sterne-Ambiente mit internationalem Flair! (Aber dafür sind Sie auch nicht nach Madagaskar gefahren...) Das Essen ist nicht teuer, solange man nicht französische oder südafrikanische Weine dazu trinkt. Es gibt ein einheimisches Bier, THB (TeeAschBee) ausgesprochen, welches sehr gut schmeckt und auch hygienisch unbedenklich ist. Es gibt die kleine (petit model) und große (grand model) Flasche und eiskalt heißt "mangatsika tsara"! Es gibt sogar madagassische Weine, z.B. "Betsileo Gris". Einen Versuch ist er sicher wert. Die madagassische Küche ist einfach, aber sehr schmackhaft, nur Reis sollte man mögen, den isst man(n)/frau dort 3x am Tag.


BEVÖLKERUNG

Mahajanga ist eine Hafenstadt mit einer bunten Bevölkerungs-mischung: Neben den Sakalaven, einem ursprünglichen Stamm aus der Gegend, gibt es indopakistanische Bevölkerungsanteile, Comorer und ein paar wenige (400 bis 5oo) weiße Einwohner, zumeist entsandtes Personal, Leiter von Wirtschaftsbetrieben oder sogenannte "Sanantanas, also im Land geborene und aufgewachsene Menschen. Die Menschen sind sehr freundlich und lachen gern. Anfällen von westlicher Hektik begegnet man mit dem Ausruf "moramora" und das heißt: immer mit der Ruhe! Die Sprache ist madagassisch, basiert auf polynesischen und indonesischen Elementen mit französischen Vokabeln für Gegenstände, die es vor der Kolonisation nicht gab. (z.B. "latabatra" - der Tisch). Der Weiße heißt grundsätzlich zunächst Vazaha, was je nach Übersetzung Fremder oder "Barbar" bedeutet, da die ersten Weißen dort eben Piraten waren. Die Deutschen sind dort sehr beliebt und haben sogar einen eigenen madagassischen Namen, "Rainboto", was angeblich "Vater der Arbeit" heißen soll. Französisch wird fast überall verstanden und zunehmend auch ein wenig Englisch, Tendenz steigend, da der neue Präsident die Verbreitung dieser Sprache fördert.


Buchempfehlung:

Madagaskarreiseführer von Maisie und Wolfgang Därr im Reise-Know-how-Verlag erschienen.


 
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